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Als junger Gründer die Finanzen im Griff behalten

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Finanzen bei Gründern

Als junger Selbstständiger / Gründer wird man mit den unterschiedlichsten Finanzfragen konfrontiert. Nicht jeder hat jedoch ein abgeschlossenes BWL-Studium oder Vergleichbares hinter sich, sodass sich in den meisten Fällen in viele Bereiche des Geschäftslebens erst einmal eingearbeitet werden muss. Steuerrechtliche Fragen spielen dabei ebenso eine Rolle wie Kalkulationen, Rücklagenbildung und die richtige Kalkulation von Investitionen. Um die Finanzen im Griff zu behalten, sollte man daher einige Dinge beachten und sich vor allem im Vorfeld grünlich über die verschiedenen Aspekte informieren.

Vorausschauende Finanzplanung

Letzten Endes dreht sich bei der Selbstständigkeit eigentlich alles ums Bare. Allein die Tatsache, als Selbstständiger von seiner Tätigkeit leben zu wollen macht eine vorausschauende Finanzplanung unabdingbar. Für Gründer mit entsprechender Ausbildung wird es fast schon eine Selbstverständlichkeit sein sich an Dinge wie Businessplan, Jahreskalkulation etc. zu halten, doch wer als Quereinsteiger zum eigenen Chef wird, dem fehlt zunächst entsprechendes Grundlagenwissen. Doch alleine um einen Unternehmerkredit gewährt zu bekommen, ist es wichtig eine solide Finanzplanung vorzuweisen.

Professionelle Starthilfe durchaus sinnvoll

Ein Finanzkonzept muss der jeweils aktuellen Situation und den individuellen Umständen angepasst werden. Der Kapitalbedarfsplan, kurz-, mittel- und langfristige Investitionen sowie die Mittel zur Abdeckung dieser Kosten sind Bestandteil eines soliden Finanzkonzepts. Es macht durchaus Sinn, einen professionellen Unternehmensberater zu kontaktieren, um einen in der Startphase der Unternehmensgründung in genau diesen Fragen kompetent beraten zu können.

Kaufmännische Grundkenntnisse unabdingbar

Zunächst einmal ist es elementar wichtig zu begreifen, dass der Gewinn etwas ganz anderes ist als der Umsatz. Für Personen mit kaufmännischen Kenntnissen ist dies selbstverständlich, jedoch ist nicht jeder junge Gründer in kaufmännischen Dingen bewandert. Die reine Unkenntnis wird dann vielen zum Verhängnis, die den Unterschied zwischen Gewinn und Umsatz nicht kennen und alles Kapital was übrig bleibt direkt zu reinvestieren oder gar sich selber auszuzahlen. Wenn dann das Finanzamt anklopft, kann es böse Überraschungen geben.

– Steuern
Das Thema Steuer ist für Selbstständige ein sehr wichtiger Punkt, der von vielen unterschätzt wird. Gerade dann, wenn die Steuerbelastung aufgrund florierender Geschäfte nach ein paar Jahren sprunghaft ansteigt, ist es wichtig mit Rücklagen darauf reagieren zu können.

– Rücklagen
Rücklagen bilden ist ein entscheidender Faktor für langfristig solide Finanzen. Gerade in Anbetracht schwankender Einnahmen ist es wichtig, in guten Monaten für schlechte vorzusorgen. Auch kann es immer wieder passieren, dass unerwartete Ausgaben (Steuernachzahlungen, Reparaturen, dringende Neuanschaffungen, etc.) auf einen zukommen.

– Versicherungen
Die Kosten für die Krankenversicherung sind ein weiterer Punkt, bei dem sich effektiv sparen lässt. Die Entscheidung für oder gegen eine private Krankenversicherung ist dabei jedem selbst überlassen, je nach individueller Situation macht ein Wechsel in die private Krankenkasse mehr oder weniger Sinn. Durch einen Vergleich verschiedener Versicherungsanbieter für Selbstständige lassen sich mitunter die jährlichen Ausgaben reduzieren. Gleiches gilt für etwaige andere Versicherungen. Ein genauer Vergleich ist unabdingbar.

Weiterhin lässt sich in nahezu allen Lebenslagen Geld sparen. Ein nützliches Portal für Tipps und Tricks im Bezug auf Finanzen ist die Plattform www.deinefinanzen.de – hier findet man neben Informationen rund um Kredit, Konto, Versicherung auch Ratgeber zum Thema sowie Neuigkeiten aus dem Bereich Finanzen und Finanzplanung.

Allgemeine Tipps

– Buchhaltung und Co. gewissenhaft durchführen
Für viele ist das Thema Buchhaltung eher ein notwendiges Übel als ernst zu nehmende Tätigkeit. Dabei sollte man sich insbesondere als Selbstständiger ausreichend Zeit für Buchhaltung und damit verwandte Tätigkeiten nehmen. Nur wer einen möglichst genauen Überblick über Ein- und Ausnahmen hat, kann seine Finanzen strukturiert planen. Zudem wird der Folgeaufwand durch Schieben lästiger Tätigkeiten nur vergrößert. Jeder Buchungsbeleg sollte entsprechend dergesetzlichen Aufbewahrungsfristen verwahrt werden.

– Laufende Kosten regelmäßig überprüfen
Die laufenden Kosten sollten möglichst genau im Blick gehalten werden. Insbesondere zu Beginn der selbstständigen Tätigkeit kommt es darauf an, die laufenden Kosten möglichst gering zu halten. Kostenintensive Anschaffung können durch geringe laufende Kosten, beispielsweise durch Leasing finanziert werden, ohne große Löcher in die Unternehmenskasse zu reißen.

– Aufträge prüfen und erst dann annehmen
Natürlich sind die meisten Selbstständigen gerade in der Anfangszeit glücklich über jeden Auftrag. Dennoch sollte man nicht wahllos jeden Auftrag annehmen, sondern gewissenhaft prüfen, ob sich der Kosten Nutzen Aufwand auch tatsächlich rechnet. Zudem sollte man bedenken, dass es mitunter einige Zeit dauern kann, bis der Auftraggeber seine Rechnung bezahlt. Eine gute Planung ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.

Letztlich ist eine solide Finanzplanung das A und O jeder unternehmerischen Tätigkeit. Je solider dabei die Finanzbasis und die regelmäßigen Rücklagen, desto besser kann auch auf finanzielle Unwägbarkeiten wie finanzielle Engpässe reagiert werden. Wer Buchhaltung und Co. nicht gewissenhaft nachkommt, riskiert teure Nachzahlungen oder andere Folgekosten / Folgeaufwand.

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