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ABC-Analyse

ABC-AnalyseDie ABC-Analyse ist ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles Planungsinstrument der Betriebswirtschaft. Sie kann einen wertvollen Beitrag leisten, dass Unternehmer sich hauptsächlich um das kümmern, was wichtig ist. Die unwichtigen Dinge reihen sie nach hinten oder streichen sie komplett. Hinzu kommt, dass Unternehmer die ABC-Analyse in vielen Bereichen einsetzen können. Wichtig ist ihr Einsatz bei strategischen Entscheidungen des Unternehmens. Der Erfinder hat den Namen dieses Planungsinstrumentes von den drei Kategorien abgeleitet, die zur Einteilung der analysierenden Objekte dienen:

• A = Wichtige und aktuelle Objekte
• B = Wichtige Objekte
• C = Objekte sind nicht wichtig

Der Unternehmer kann mit der ABC-Analyse Zeit planen. Aber sie hilft ihm ebenso, wichtige Unternehmensbereiche zu durchleuchten. So kann er mit ihr eine Kunden– oder Kostenanalyse durchführen.

Zeitplanung mit der ABC-Analyse (Beispiel)

Die To Do-Liste eines Unternehmens hält viele To Do’s bereit. Schnell steht fest, alle innerhalb einiger Tage zu erledigen, geht nicht. Der Engpass besteht im Faktor Zeit. Der Unternehmer muss sich auf jene Aufgaben konzentrieren, die aktuell am wichtigsten sind. Diese haben die höchste Priorität (A-Aufgaben). Wenn noch Zeit bleibt, kann er sich Aufgaben widmen, die zwar wichtig sind, aber im Moment nicht die gleiche Bedeutung haben wie A-Aufgaben. Alle anderen Aufgaben (C-Aufgaben) stellt der Unternehmer zurück und nimmt sie in Angriff, wenn es weder A- noch B-Aufgaben gibt. Nach diesem Schema listet der Unternehmer alle To Do’s auf und vergibt Noten (A, B oder C). Jetzt wird schnell klar, welchen Aufgaben er sich sofort widmen muss, welche er zurückstellen oder von der Liste streichen kann.

ABC-Analyse – Kundenanalyse (Beispiel)

Ein Unternehmer plant eine Jubiläumsfeier, um sich bei dieser Gelegenheit bei seinen Mitarbeitern und Kunden zu bedanken. Dazu lässt er alle Gäste einen Abend lang gratis verköstigen. Er nimmt seine Kundendatenbank zur Hand und verschickt mehrere Hundert Einladungen, auf die er in kürzester Zeit viele positive Antworten erhält. Die Kapazität ist erschöpft, was den Unternehmer freut. Nach einer genaueren Analyse merkt er, dass viele der eingeladenen Gäste nicht zu den Stammkunden zählen. Das wäre ihm mit einer Kundenanalyse mithilfe der ABC-Analyse nicht passiert. Die Analyse hätte die Kunden aufgeteilt in Stammkunden und Kunden, die zwar keine Stammkunden sind, aber für das Unternehmen wichtig sind. Außerdem in Kunden, die nur selten etwas kaufen.

ABC-Analyse – Kostenanalyse (Beispiel)

Der Unternehmer hat im letzten Jahr einen Verlust erwirtschaftet. Ihm wird klar, dass er die Kosten senken muss. Er listet alle Kosten im Rahmen der ABC-Analyse auf und stuft sie nach Wichtigkeit ein (A, B oder C). Auf diese Weise ergibt sich ein aussagefähiges Bild, an welcher Stelle er Kosten einsparen kann und an welcher nicht. Meist betrachten Unternehmer die Personalkosten ganz genau, insbesondere wenn sie in der Dienstleistungsbranche tätig sind. Denn diese sind der Hauptkostenfaktor schlechthin.

 

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