Start Allgemein So lief die 11. Folge von „Die Höhle der Löwen“

So lief die 11. Folge von „Die Höhle der Löwen“

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Happystaffy.me
HappyStaffy: Aleksandra Bettin (35) - Bild: VOX

Vorerst war es die letzte Sendung von „Die Höhle der Löwen“, denn die zweite Staffel wurde mit der 11. Folge beendet. Doch auch 2016 dürfen wir uns wieder auf die Löwen freuen, denn VOX hat angekündigt eine 3. Staffel auszustrahlen, zur Freude der gesamten Gründerszene. Denn egal ob ein Deal erfolgte oder nicht, der Mehrwert war für alle Startups gegeben.

Happystaffy.me

Wahrscheinlich können nur Hundebesitzer und Hundefreunde verstehen, dass man viel Geld für die lieben Vierbeiner ausgibt. Das könnte auch ein Grund sein, warum die maßgeschneiderte Hundebekleidung bisher eher noch eine Nische ist. Die Produkte der Gründerin Aleksandra Bettin zwar bei den Löwen super an, doch es wollte niemand so recht investieren, denn die Löwen gehen davon aus, dass sie es auch alleine schaffen kann. Das stimmt wohl, wenn man sich anschaut, wie die Produkte besonders bei Besitzern von Listenhunden ankommen.

Happystaffy.me wird zweifelsohne auch noch in ein paar Jahren am Markt sein, davon sind wir bei Gründer Welt überzeugt! Über eine Investition hätten wir hier unter gewissen Umständen schon nachgedacht.

Tierkleidung von Happystaffy.me
HappyStaffy: Judith Williams – Bild: VOX

Skolder und iFlow

Thomas wollte von den Löwen 180.000 Euro für 30 % für einen Skitragegurt, den der gemeinsam mit seinem besten Freund erfunden hat und unter der Marke iFlow vertreibt, die noch weitere Skibekleidung im Sortiment hat. Bei den Löwen ist das Produkt unterschiedlich angekommen, doch Jochen Schweizer sah einen Mehrwert und sagte einen Deal zu, allerdings zu anderen Konditionen. Er bot 180.000 Euro für 33 % an iFlow, darüber hinaus bot er nochmals 180.000 Euro in Form von „Inventory Financing“. Nach Rücksprache mit seinem Freund, der ebenfalls 50 % an der Firma hält, sagte Thomas den Deal zu.

Gründer Welt hätte in diesem Fall nicht investiert, denn einerseits konnte uns der Skitragegurt nicht überzeugen, weiterhin hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben, eine Vorfinanzierung zu finden, um bessere Einkaufskonditionen zu bekommen, wenn die Auftragslage so gut gewesen wäre, wie der Inhaber vorgegeben hatte.

Antelope Suit

Die Frankfurter Jungs haben sich dem Thema EMS, also Elektromuskelstimulation gewidmet und dort neben einem Ganzkörperanzug auch weitere Produkte im Sortiment aufgenommen. Die Textilien, die mit Leitern versehen sind, sollen nicht nur in der Physiotherapie und in der Sportmedizin, wo sie schon viele Jahre erfolgreich genutzt werden zum Einsatz kommen, sondern darüber hinaus auch bei Sportlern, wenn es nach den Gründern geht. Die Löwen konnten von dem Produkt nicht wirklich überzeugt werden und Frank Thelen gab zu, sich in diesem Bereich zu wenig auszukennen, um dort zu investieren, sieht aber viel Potenzial.

Gründer Welt hätte in dieses System definitiv auch nicht investiert, weil in unseren Augen die Firmenbewertung um ein vielfaches zu hoch angesetzt wurde.

EMS-System Antelope
Antelope Suit: Jochen Schweizer (l.) Philipp G. Schwarz (M.) und Kay Rathschlag – Bild: VOX

Frizle

Mit frischen, schwäbischen Spätzle wollten die Erfinder von Frizle bei den Löwen punkten. Geschmacklich ist das Produkt super angekommen und auch die Verpackung ist sehr pfiffig gestaltet, so dass sie gleichzeitig als Spätzlepresse dient. An dem Produkt selbst bestand grundsätzlich schon Interesse, besonders von Vural Öger, doch die exorbitant hohe Firmenbewertung war dafür verantwortlich, dass er kein Angebot unterbreitete. Bei Jochen Schweizer und Frank Thelen hingegen war es die Betrachtungsweise des Marktpotenzials. Auch die Damen unter den Löwen waren nicht zu begeistern.

Das Produkt ist aus unserer Sicht auch sehr interessant und gerade zur heutigen Zeit, wo die Zubereitungsdauer eine immer größere Rolle spielt, sehen wir hier Potenzial. Allerdings wäre ein Investment auch an der extrem überzogenen Firmenbewertung mit 5 Millionen Euro gescheitert.

Frizle
Frizle: Thomas Spieler, Kristina Zerr und Martin Nikolaus Sluk (r.) – Bild: VOX

Schneeade

Einen Schneeschieber, der den Rücken entlastet und gleichzeitig den Vorteil hat, an Kanten nicht hängen zu bleiben, wurde von Ottmar Debus vor über 20 Jahren erfunden. Jahrelang benutzte er das Produkt selbst, baute dann irgendwann einen weiteren für seinen Sohn Michael. Gemeinsam wollten sie die Löwen überzeugen. Das Produkt ist bei den Löwen generell auch gut angekommen. Angeprangert wurde zu Recht der hohe Verkaufspreis. Judith Williams wäre gerne eingestiegen, fand aber nicht genügend Verkaufsargumente um den Schneeade im Homeshopping-TV zu vertreiben. Letztendlich kam es zu keinem Deal. – Doch besonders schön war nach der Sendung die Übergabe von Ottmar an seinen Sohn Michael mit den Worten: „Ja für mich ist das ja alles uninteressant, in meinem Alter hab ich ja nichts mehr daran. Er muss das jetzt weiterführen, ich nicht mehr. Ich bin raus.“

Genau wie Vural Öger sind wir davon überzeugt, dass Schneeade auch ohne Investment super laufen wird, sofern Michael Debus es gelingt, die Produktionskosten entsprechend zu senken, um das Produkt günstiger am Markt anbieten zu können. Daher wäre ein Investment auch von unserer Seite kein Thema.

Ottmar und Michael Debus von Schneeade
Schnee Ade: Michael Debus (l.) und Ottmar Debus. – Bild: VOX

My Schoko World

Christian Keller versuchte die Löwen mit einem Schokolade überzeugen. Für die Inspiration sorgte die 8-jährige Nichte des Gründers, die ihren Onkel bat, ein Schokoladen Puzzle zu erfinden. Doch darüber hinaus hat er noch ein Schokoladen Memory erfunden und konnte damit tatsächlich bei den Löwen punkten. Lencke Steiner und Frank Thelen hatten kein Interesse an einem Investment, aber Jochen Schweizer unterbreitet ebenso ein Angebot, wie Vural Öger gemeinsam mit Judith Williams. Die Löwen rissen sich quasi um den Deal, doch beide Angebote schmeckten dem Gründer nicht. Er war nicht bereit 30 % seiner Firma für 80.000 Euro abzugeben, er wollte maximal 18 % abgeben. Jochen Schweizer kam dem Gründer entgegen und unterbreitet ein Angebot von 25,1 %, was Christian Keller auch angenommen hat.

Hier ist es wichtig einen geeigneten Vertriebskanal zu haben und den hat Gründer Welt für diesen Bereich nicht. Daher wäre ein Investment an der Stelle unabhängig von den Konditionen nicht interessant gewesen.

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