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Lencke Steiner im Portrait – DHDL Gründer Welt Spezial

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Lencke Steiner bei DHDL
Lencke Steiner bei "Die Höhle der Löwen" - Copyright: VOX

Lencke Steiner kann auch Krallen zeigen

29 Jahre jung und schon seit 5 Jahren ein Posten in der Geschäftsleitung. Lencke Steiner hat früh gelernt, was es heißt ein Unternehmen zu führen. Ein gutes Vorbild und eine gute Ratgeberin für die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer, die ab dem 18. August 2015 wieder ihre Geschäftsideen bei der erfolgreichen VOX-Show „Die Höhle des Löwen“ präsentieren werden.

Gemeinsam mit Vural Öger, Jochen Schweizer, Frank Thelen und Judith Williams sitzt Lencke Steiner auch bei der zweiten Staffel der für den Grimme Preis nominierten Show „Die Höhle der Löwen“ in der Jury. Ihr Anliegen ist es, durch ihre Teilnahme die Gründerszene in Deutschland zu stärken. Visionäre Ideen zu haben und authentisch zu sein, das sind die Dinge, die ihrer Meinung nach erfolgreiche Unternehmer auszeichnen.

Grundlagenwissen hilft

Lencke Steiner selbst hat bereits einige Erfahrung für ihre Tätigkeit als Unternehmerin gesammelt bevor sie Geschäftsleiterin des Familienbetriebes wurde. Nach einer Ausbildung zur Groß- und Einzelhandelskaufmann, arbeitete sie zunächst im Außendienst bei der „Hinrich Böttcher GmbH & Co. KG“ in Bremen. Einem Unternehmen, das Transportverpackungen sowie kleinere Verpackungsmaschinen vertreibt. Die theoretische Ausbildung für ihre spätere Aufgabe als Geschäftsführerin erwarb Lencke Steiner parallel dazu in einem dualen, das heißt praxisorientierten, Studium der „Business Administration“ an der „Akademie der Wirtschaft“ in Bremen. Im Anschluss daran absolvierte sie außerdem ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Unternehmensführung an der „Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik“ in Vechta.

Man muss sein Produkt auch verkaufen können

Mit einem umfassenden Fachwissen im Gepäck startete Lencke Steiner dann ihre weitere Karriere als Key Account Managerin bei der „W-Pack Kunststoffe GmbH & Co. KG“. Das Familienunternehmen, das sie seit 2010 gemeinsam mit ihrem Vater leitet, erzielt mit der Erstellung von ganzheitlichen Verpackungskonzepten für Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 15 Millionen Euro. Der Einstieg als Tochter des Geschäftsführers war sicherlich nicht ganz einfach, müssen sich Söhne oder Töchter von Firmeneigentümern doch häufig im Familienbetrieb noch mehr beweisen als neue Mitarbeiter, die von außen in ein Unternehmen einsteigen. Aber gerade diese Erfahrung und auch die erste Tätigkeit im Vertrieb von „W-Pack“, dürfte Lencke Steiner bei so mancher strategischen Entscheidung als spätere Geschäftsführerin geholfen haben. Denn es nützt nichts Produkte oder Konzepte zu entwickeln, die sich nicht verkaufen lassen. Und man sollte sein Wettbewerbsumfeld tunlichst kennen, um darin erfolgreich sein zu können.

Nicht nur eine Unternehmerin

Seit 2012 ist Lencke Steiner nun auch Gesellschafterin bei „W-Pack“. Außerdem sitzt sie seit 2013 im Aufsichtsrat der „firma.de Firmenbaukasten AG“ und seit 2014 im Konzern-Beirat der „Deutschen Bahn AG“. Eine Gelegenheit für sie, sich unternehmerisch in unterschiedlichsten Branchen zu bewegen. Darüber hinaus betätigt Lencke Steiner sich auch in der Verbandsarbeit. Seit November 2012 ist sie die Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbands „DIE JUNGEN UNTERNEHMER“, einem Verband, der sich für die Interessen von jungen Eigentümerunternehmen einsetzt. Daneben ist Lencke Steiner auch Mitglied im Präsidium des Verbandes „Die Familienunternehmer – ASU“. Für ihren Einsatz für die Generationengerechtigkeit wurde sie 2013 dann auch mit dem „Hanse-Preis DEUTSCHLAND“ geehrt.

Doch damit nicht genug. Seit 2014 ist Lencke Steiner außerdem das Gesicht der FDP in Bremen. Als Fraktionsvorsitzende in der Bremischen Bürgerschaft und Mitglied des Bundesvorstandes der Partei kandidierte Lencke Steiner 2015 bei der Bürgerschaftswahl in Bremen und bescherte ihrer Partei erstmals nach fünf Jahren wieder den Einzug ins Parlament. Den Fraktionsvorsitz der Partei hat sie ebenfalls übernommen und setzt sich nun für bildungs-, wirtschafts- und verkehrspolitische Themen sowie Initiativen zur Gleichstellung von Frauen ein. Gerade deshalb freut es sie auch besonders, dass sich bei der zweiten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ noch mehr Frauen mit ihrer Gründungsidee in den Löwenkäfig getraut haben.

Entwicklungshilfe für die Gründerszene

Lencke Steiner schaut kritisch hin
Lencke Steiner schaut sich kritisch den Pitch der Gründer an. – Copyright: VOX

Ihrer Ansicht nach ist Deutschland noch ein Entwicklungsland, was eine kreative und gesunde Gründerszene angeht und das obwohl ihrer Meinung nach viele Menschen einen geheimen Wunsch nach einem eigenen Unternehmen hegen. Die Entwicklung, dass sich die Vollerwerbsgründungen in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland dennoch halbiert haben, führt Lencke Steiner unter anderem auf den allgemeinen Umgang mit dem Scheitern zurück. „Wenn Gründer in Deutschland scheitern, werden sie von ihrem Umfeld oft verurteilt. Das ist absolut kontraproduktiv und nimmt vielen den Mut, den es braucht, um Unternehmer zu werden.“, sagt Lencke Steiner. Das ärgert sie und deshalb wirbt sie für eine realistischere Kultur des Scheiterns. Sie wünsche Niemandem zu scheitern, aber als Existenzgründer müsse man sich darauf einstellen, dass das passieren kann, ergänzt sie und macht den Jungunternehmern gleichzeitig Mut „In einem solchen Fall einfach wieder aufstehen und weitermachen. Mit jedem Fehler lernt man dazu.“

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